Granatapfel Frucht, Anbau & Ernte

Granatapfelbaum

Im Winter ist Granatapfel Zeit. Der Begriff „Granatapfel“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „mit Kernen versehen“. Die Anbaugebiete der Pflanze sind hauptsächlich im Mittelmeerraum und im gesamten Orient. Seit langem werden die Früchte aber auch nach Deutschland importiert. Hierzulande sind sie sehr beliebt und gelten als Superfood.

Der Granatapfelbaum ist strauchförmig, hat eine hellrote Blüte und wird zumeist nur bis zu fünf Meter hoch. Die Erntezeit der Früchte beginnt im September und endet im Oktober. Die Früchte sind dann orangerot und weisen leichte Risse auf. In dieser Zeit sind Granatäpfel in fast jedem Supermarkt erhältlich.

Bereits in der Antike war der Granatapfel sehr beliebt und wurde vor allem im religiösen Bereich als Symbol der Liebe und Fruchtbarkeit verehrt. Daher stammt auch die Bezeichnung „Frucht der Götter“.

Wissenswertes über Granatapfel Frucht, Anbau & Ernte

Granatapfel Frucht

Granatapfel-Frucht

Die Frucht der Pflanze hat einen Durchmesser von etwa 5 bis 12 Zentimetern und ist kugelförmig. Das Aussehen erinnert an einen Apfel. Zu Beginn sind die Früchte grün. Wenn sie reif sind, weisen sie eine orangerote Farbe auf. Die Frucht besteht aus vielen Kammern, die zahlreiche Samen beinhalten. Granatäpfel sind äußerst schmackhaft und wirken sich sehr positiv auf die Gesundheit aus.

Der Geschmack der Granatäpfel ist eher bitter als süß und zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig. Die Früchte zählen aufgrund der positiven Eigenschaften zu den gesündesten Obstsorten der Welt. Sie bestehen aus zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen. Zusätzlich enthalten sie bis zu 20 unterschiedliche Polyphenole. Im menschlichen Körper wirken diese als Antioxidantien, sodass Herz und Kreislauf geschützt und gestärkt werden können.

Granatapfel Anbau

Granatapfel-Anbau

Der Anbau des Gewächses gestaltet sich bei dem Klima in Deutschland etwas schwieriger. Die meisten Menschen pflanzen den Baum aufgrund der schönen lanzettförmigen Blätter und der leuchtenden glockenförmigen Blüte. Oftmals wird er in Kübeln gehalten, damit die Überwinterung an einem frostfreien Ort möglich ist. In Gebieten mit einem milderen Klima kann man ihn auch im Freiland pflanzen. Ansonsten muss man den Baum in einem Gewächshaus züchten und aufbewahren. Das Wachstum und das Tragen von Früchten hängen von der Wärme ab. Während der Reifezeit ist die richtige Pflege von großer Bedeutung. Der Granatapfelbaum kann sich mit Hilfe von Samen sowie über Stecklinge vermehren.

Die Samen werden aus einer Frucht entnommen und unter Wasser gereinigt. Danach werden diese in kleine Töpfe gegeben und mit ein wenig Erde bedeckt. Damit sie keimen können, sind warme und feuchte Temperaturen notwendig. Daher sollte die Pflanze bei Zimmertemperatur angebaut werden. Nach etwa 12 Wochen beginnt diese zu keimen. Danach sollten das Gewächs umgetopft und an einen sonnigen Platz gestellt werden. Wenn der Baum über Stecklinge gezüchtet wird, sollte im Frühjahr ein etwa 15 bis 20 Zentimeter langer Seitentrieb von einer bestehenden Pflanze abgeschnitten und dann in lauwarmes Wasser gestellt werden. Sobald sich Wurzeln bilden, kann der Steckling in einen Topf mit Erde gepflanzt werden.

Normalerweise wird die Pflanze in Anbaugebieten wie der Türkei oder Israel gezüchtet, da sie viel Sonne und Wärme braucht. Hierzulande sollte sie nur von Frühjahr bis Herbst im Garten gehalten werden. Regelmäßiges Wässern und eine intensive Pflege sind dabei sehr wichtig. Zu einer anderen Jahreszeit muss das Gewächs bei etwa 5 Grad, beispielsweise im Keller, überwintern, da die meisten Sorten nicht winterhart sind. Der Aufbewahrungsort muss in jedem Fall dunkel und kühl sein. In dieser Zeit benötigt der Baum kaum Pflege und sehr wenig Wasser.

Granatapfel Ernte

Die Erntezeit von Granatäpfeln ist hauptsächlich von September bis Oktober. Die Frucht reift nach der Ernte nicht weiter nach.

Bei Zimmertemperatur kann man den Granatapfel etwa zwei bis drei Wochen lagern. Bei einer Lagerung in einem kühlen Raum oder im Kühlschrank, hält er sogar einige Monate ohne an Qualität zu verlieren, sodass er auch nach der Saison noch genossen werden kann. Auch wenn die Schale nach einiger Zeit sehr hart wird, ist das Innere noch frisch und saftig.

Generell sollten die Früchte sehr vorsichtig geöffnet werden, da der Saft sonst herausspritzt und hartnäckige Flecken hinterlässt. Der Granatapfel kann sowohl mit Hilfe einer Citruspresse ausgepresst als auch mit einem Löffel ausgelöffelt werden.

Wie viele Granatapfelsorten gibt es?

Insgesamt gibt es in etwa 500 verschiedene Sorten von Granatäpfeln. Die meisten sind jedoch nicht zum Verzehr geeignet oder halten die kalten Temperaturen nicht aus. Winterharte Sorten sind beispielsweise der „Punica granatum Kazake“ oder der „Punica granatum Salavatski.

Wenn der Baum in einem kleinen Garten oder im Kübel gehalten werden soll, empfiehlt sich eine Zwergsorte, wie der „Punica granatum Nana“ oder der „Punica granatum Nana Gracilissima“. Diese Sorten eignen sich sogar als Zimmerpflanze, da sie eher in die Breite als in die Höhe wachsen.

Wann ist ein Granatapfel reif?

Der Reifezustand eines Granatapfels ist nur durch das Aussehen feststellbar. Ein Granatapfel ist zu Beginn grün. Er ist erst reif, wenn er eine orangerote Farbe angenommen hat und von Rissen und Flecken gezeichnet ist. Zumeist ist die Schale hart und zusätzlich mit Beulen und Dellen übersät. Wenn einige Stellen weich oder verfärbt sind, ist die Frucht meist faul.

Fazit: Der Granatapfel ist eine gesunde und interessante Frucht

Der Granatapfel ist ein wahres Multitalent in Sachen Gesundheit. Er besitzt viele verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und weitere wichtige Inhaltsstoffe. Er kann sogar dabei helfen, Krankheiten vorzubeugen und zu heilen. Als Symbol der Liebe, Fruchtbarkeit und der ewigen Jugend ist der Granatapfel hierzulande sehr beliebt. Sowohl die Kerne als auch der Saft können vielseitig verwendet werden. Der Granatapfel kann herzhafte Gerichte verfeinern und süße Speisen bereichern. In Desserts oder auf Torten sind die Kerne auch optisch ein Hingucker.

Obwohl das Klima in Deutschland generell eher weniger geeignet ist, um die Bäume zu pflanzen, bieten sich auch hier einige Möglichkeiten. In Kübeln kann das Gewächs in kalten Räumen überwintert werden. Während dieser Zeit benötigt der Baum geringe Pflege und sehr wenig Wasser. In milderen Gebieten kann man den Baum auch in den Garten pflanzen. Einige Sorten sind zudem winterhart und halten Temperaturen bis zu -15 Grad aus.

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